7/02/2015

Halbzeit


Ist das Jahr tatsächlich schon zur Hälfte rum? Wie schnell ging das denn bitte? Und wo ist die Zeit hin? Mir kommt es vor, als hätte ich mich erst gestern dazu entschieden, jeden Monat unter ein Transformations-Motto zu stellen. Zeit, um die mal unter die Lupe zu nehmen und zu hinterfragen: Hat sich wirklich dauerhaft etwas geändert?


Januar - Wohnungstransformation
Wie ihr euch sicher erinnern könnt, begann mein Entschluss, mein Leben umzukrempeln, mit der Überarbeitung meiner Schuhschachtel. Und jetzt? Ich bin immer noch begeistert und fühle mich wohl - ich habe meinen Stil gefunden, den ich in späteren, hoffentlichen größeren, Butzen beibehalten werden. Boho-Chic 4 ever!

Februar - Besser essen
Fitnesstudio? Fehlanzeige. Gesünder ernähren? Ja, teilweise. Ich habe viele wundervolle, gesunde Rezepte entdeckt, die ich auch heute noch immer wieder nachkoche. Ich versuche, so wenig Weizenmehl wie möglich zu essen, weil es mich aufdunsen lässt. Ich esse eine Menge Obst und trinke brav meine zwei Liter Wasser und Tee am Tag. Und ja - ziehe ich es durch, fühle ich mich besser. Da ist aber immer noch der pizza-liebende Schweinehund, der sich nicht unterdrücken lässt. Es ist ein ewiger Kampf, aber ich denke, ich bin auf dem rechten Weg. Vielleicht sollte ich nur den Lieferdienst aus meinem Schnellwahl-Menü verbannen...

März - Entschleunigung
Stress ist noch immer mein größter Feind. Aber ich habe gelernt, mit ihm umzugehen. Ich kann abschalten, endlich. Und freue mich schon sehr auf meinen kommenden Urlaub. Die tiefen Falten um meine Mundwinkel haben sich entspannt und ich mich auch. Ein voller Erfolg.

April - Egoismus rules!
Ich glaube, zum Egoist reicht es bei mir nicht. Meine gute Erziehung macht mir da einen Strich durch die Richtung. Aber ein gesundes Maß an Ich-Bezogenheit konnte ich doch an mir entdecken. Ich merke, dass ich jetzt auf Fragen nach: "Warum tust du DAS denn?" antworte: "Weil ICH es so will und es mir gefällt." Ich muss zwar solche Entscheidungen vorher immer lange abwägen und mir bewusst machen, dass ich nur das tun sollte, was ich auch wirklich tun will. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Mai - Bewusster leben
Wenn ich euch jetzt erzähle, dass ich letzte Woche einfach so vor Freude angefangen habe, zu Heulen, weil mir aufgefallen ist, dass ich so gute Freunde habe, glaubt ihr mir das dann? Es stimmt aber. Damit ist eigentlich alles gesagt.

Juni - Fit werden
Ja. Hat nicht geklappt.

In den vergangenen sechs Monaten habe ich fünfmal die Haarfaarbe gewechselt, zweimal die Extensions, habe ein Auto gekauft, eine ganze Staffel "Game of Thrones" und "Orange is the new black" gesehen, bin in Paris und Amsterdam gewesen, habe einen Hund adoptiert, ein neues Kunstprojekt angeschoben, mich ver- und wieder entliebt, habe getanzt, getrunken, sogar ab und an geraucht und hatte alles in allem mehr Sonnen- als Regentage. Das ist kein schlechter Schnitt, oder was meint ihr?


 Maxikleid - H&M
Pantoletten - Graceland über Deichmann
Tasche - BBags


Eine Variation des grünen Maxikleids, das ihr schon kennt. Meinen Entschluss, in der glühenden Hitze nur noch ein Stück Stoff überzuwerfen, führe ich weiterhin aus. Es ist so praktisch! Und luftig. 

Auch trage ich jetzt Mutti-Schlappen. Was habe ich mich immer dagegen gewehrt. Ich musste erst 31 Jahre alt werden (und keine Mutti) bis ich mich dazu durchgerungen habe. Und was ist? Ich liebe sie und sie sind sau bequem! Nimm das, 15 Jahre jüngeres Ich!

Meine neue Kette von einem meiner Lieblingslabels passt ganz ausgezeichnet zu Schlappen und der Tasche. Die habe ich hand-me-down-mäßig erstanden und das echte Leder sieht, zugegebenermaßen, inzwischen ziemlich verfärbt aus. Hat einer von euch einen Tipp, wie man das wieder sauber kriegt?

Ansonsten liebe ich noch immer meine grünen Haare. Wer hätte das jemals gedacht?

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ab und zu, ja... Aber zweimal die Woche... Ich könnte übrigens auch jeden Tag! :D

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