4/20/2015

Sonne sehen

Da bin ich wieder. Habt ihr mich schon vermisst? Ich war richtig, richtig krank. Schon zum dritten Mal in diesem Jahr. Ich habe meine Grippe einfach nicht auskuriert, bin immer schnell schnell wieder Arbeiten gegangen und habe alle Symptome mit Mittelchen und Säftchen unterdrückt. Und mein Fieber letzte Woche war das Ergebnis.

Deshalb habe ich mich selbst dazu gezwungen, nichts zu tun. Eine ganze Woche. Nur liegen, fernsehen, lesen (Kennt ihr die "Divergent" und die "Maze Runner"-Reihen? Ich bin jetzt großer Fan!). Ja, es hat gut getan. Aber ich bin auch fast wahnsinnig geworden. Was mein zehn Jahre jüngeres Selbst wohl nicht verstehen würde. Denn früher gab es für mich nichts Tolleres, als den ganzen Tag im Bett zu liegen. Ich war grundfaul. Und hätte gedacht, dass ich mich in dieser Hinsicht nicht viel verändern würde. Schließlich ist das ja schon so was wie ein fest verankerter Charakterzug. Aber siehe da: Ich kann nicht mehr faul sein. Es gibt so viele Dinge, die gemacht werden müssen, so viele Texte geschrieben, so viele Freunde getroffen, so viele Aufgaben, die sich nicht von selbst erledigen. Und wisst ihr was: Es ist mir keine Last, sondern macht mir richtig Spaß!

Es ist faszinierend, wie viele kleine Veränderungen sich im Laufe des Älterwerdens so einschleichen. Man bemerkt sie erst, wenn sich eine konkrete Situation ergibt, die damit zusammen hängende Fertigkeiten erfordert. Genauso bleibt manches auch auf der Strecke. Erst neulich fiel mir auf, dass ich schon sehr lange nicht mehr Gitarre gespielt habe, und das liebe ich eigentlich sehr. Aber das ist ja das schöne am freien Willen: Nichts hindert mich daran, es wieder aufzunehmen. Man muss sich nur klar werden, was man will. Dann sollte man aber auch die Veränderungen annehmen, ohne ihnen hinterher zu trauern. Ich bin eben nun nicht mehr die Person, die nachmittags stundenlang schlafen kann. Einerseits traurig, aber andererseits gibt es so viel zu entdecken, dass ich darüber sehr glücklich bin. Die Vergangenheit ist vergangen und ich war ein anderer Mensch. Und ist das nicht auch ein aufregender Gedanke für die Zukunft? Wer weiß, wie ich in zehn Jahren sein werde?

Und ihr? Habt ihr auch neue Charakterzüge an euch entdeckt, die sich im Laufe der Zeit eingeschlichen haben?


  Rock & Strickjacke - Vintage
Ketten - Kurafuchi
Alles andere - Primark


Man sieht mir die Krankheit noch an, aber ich wollte euch mein erstes sommerliches Outfit nicht vorenthalten. Den Rock habe ich schon seit Ewigkeiten, gekauft in einem Vintage-Shop in Berlin. Eigentlich einen Ticken kurz, aber mit Leggins geht das. Ich darf mich nur nich bücken. Warum ich den Rock auch noch liebe: Er ist aus Cord. Cord kann nicht schlecht sein.

Unter dem weiten, grauen Shirt trage ich ein Bustier mit einem Tigerkopf. Aus nachvollziehbaren Gründen zeige ich es hier jetzt nicht ganz, aber ich mag, dass man es durch leicht durchsichtige Stoffe durch sieht. Das gibt dem ganzen Outfit noch einen speziellen Touch. Ansonsten trage ich es gern zum Sport.

Und die Ballerinas natürlich nicht zu vergessen: Es ist wieder Ballerina-Zeit! Wobei es für mich ziemlich schwierig ist, welche zu finden, da die meisten diese hässlichen Schleifen oben drauf haben. Ich bin doch keine zehn Jahre alt!

Kommentare:

  1. Hey Annika,
    vielen Dank für deinen wunderbaren Kommentar auf meinem Blog. Ich finde es toll, dass du nach Glasgow auswandern möchtest und wünsche dir dabei ganz viel Spaß und Kraft! :D

    Apropos, dein Cardigan gefällt mir super gut! Steht dir auch ausgezeichnet.

    Liebste Grüße
    Laura

    www.fairy-fashion.de

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    1. Vielen, vielen dank! Ich hoffe auch, dass das klappt. Jobs liegen halt nicht auf der Straße! Aber ansonsten könnte es sofort losgehen :D.

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