3/26/2015

Entlein

Es gibt diese Tage. Da sage ich "Hallo, Spiegel!" und der Spiegel antwortet: "Bah!" Heute ist einer dieser Tage. Nichts aber auch gar nichts aus dem Kleiderschrank wollte heute an mir gut aussehen. Meine Körperteile nahmen seltsame Formen an und wölbten sich in unvorstellbare Richtungen. Was bitte war da los? Vor meinem Gesicht machte dieser Trend natürlich ebenfalls nicht halt: Auch Make-Up rettete nichts mehr und meine Haare WOLLTEN EINFACH NICHT LIEGEN! WAAAHHHH!

Dann habe ich einmal tief durchgeatmet und überlegt, warum das so sein könnte. Emotionaler Stress? Check. Arbeitsstress? Check. Nicht genug Schlaf? Checkcheck. Ich glaube noch nicht mal, dass ich groß anders aussehe als sonst, außer vielleicht ein bisschen müder, möglicherweise aufgedunsener. Nein, mein innerer Zustand hat meine Augen vernebelt. Das ist so, als sieht man Fotos von sich, die vor ein paar Jahren aufgenommen wurden, und man weiß noch genau, dass man damals dachte: Boah, sehe ich auf dem Bild scheiße aus! Und wenn man sie jetzt betrachtet, denkt man: Was hat denn mit dir damals nicht gestimmt? Du hast später nie besser ausgesehen!

Unser Innenleben beeinflusst, wie wir uns selbst sehen, nicht umgekehrt. Deshalb ist der Gedanke: "Wen ich erst..., dann bin ich glücklich." völlig falsch. Wenn ich erst zehn Kilo abgenommen habe. Wenn ich erst lange Haare habe. Wenn ich erst die neue Prada-Handtasche besitze, Muskeln aufgebaut habe, meine Augen habe lasern lassen. In Wahrheit wird uns nichts davon glücklich machen, wenn wir nicht schon glücklich sind.

Nachdem ich mir das ins Gedächtnis gerufen hatte, zuckte ich mit den Schultern und warf mir unten zu sehendes Outfit über. Wenn ich mir diese Fotos in ein paar Jahren ansehe, werde ich hoffentlich auch denken: War doch völlig in Ordnung. Und was meine emotionale Lage betrifft: Wie Scarlett O'Hara schon sagte: "Morgen ist auch noch ein Tag."

Was ist mit euch? Kennt ihr diese Bah-Tage und wenn ja, was macht ihr dann?



Rock - H&M
Pullover - New Yorker 
Halskette - Merrin & Gussy
 Super Stay 14H Lippenstift Infinitely Fuchsia - Maybelline


Vor etwas über einem Jahr hatte ich diesen Rock zum ersten Mal an. Glück für mich, dass diesen Frühling pudrige Farben so schwer im Kommen sind. Ich ziehe den Rock immer bis ganz nach oben unter die Brust, dann kann ich ihn auch gut mit einem Crop Top tragen. Das zeige ich euch dann im Sommer.

Den Pulli habe ich schon seit Jahren und Jahren. Er hat einen hohen Stretchanteil und schmiegt sich schön an den Körper. Inzwischen musste ich allerdings auch schon tausend Löcher stopfen. Aber es gibt so Kleidungsstücke, die gibt man einfach nicht her. Dieser Pullover wird noch lange Zeit an meiner Seite ausharren.

Ansonsten trage ich mal wieder meinen momentanen Lieblingslippenstift. Tut mir leid, aber den müsst ihr noch ein paar Mal ertragen! Er ist so schön pink. Übrigens: Wer hat denn bitte das Gerücht verbreitet, Redheads dürften kein Pink tragen?!

Kommentare:

  1. Ach das kenne ich auch. Es kommt zwar nicht mehr sooo häufig bei mir vor, aber dennoch gibt es diese Tage, an denen nichts passen und gut aussehen will. Haha :)
    www.color-castles.com

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    1. Irgendwie nur menschlich, glaube ich. Vermutlich steht sogar Heidi Klum manchmal vorm Spiegel und denkt: "Nääää..." :D

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  2. :D Ja das kenne ich nur zu gut. Es gibt so Tage da sieht alles doof aus. Das make up gelingt nicht, nichts im Kleiderschrank und die Haare wollen auch nicht so wie sonst. Das sind dann die Tage an denen ich mich von Kopf bis Fuß schwarz kleide, das make up ganz weg lasse und jeden Spiegel umgehe :D Ich mach mir da mittlerweile kein Stress mehr, denn wir wissen ja auch alle das es morgen schon wieder ganz anders aussehen wird ;)

    Viele liebe Grüße,
    Jules von today is ...

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    1. Und heute ist morgen und heute sehe ich es ganz anders :D. Schwarz hilft übrigens immer, finde ich auch.

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