1/31/2015

Transformation

Wenn ich den Januar so betrachte, sticht ein wiederkehrendes Thema heraus: Transformation. Meine Wohnung, meine innnere Einstellung, meine Lebensumstände. Auch wenn wir es oft nicht merken: Wir befinden uns ständig im Wandel (Haha, "die Welt ist im Wandel" - Herr der Ringe). Ich für meinen Teil finde das toll: Das Leben ist nicht berechenbar, warum sollte ich es dann sein? Neue Stadt? Warum nicht, her damit! Freunde ziehen um? Macht nichts, echte Freundschaften überbrücken Distanzen. Im Job geht es bergab? Neue Arbeitsstelle, neues Glück.
Komischerweise sind es die kleinen Dinge, die sich ja nicht ändern sollen. Wenn mein Lieblingsparfüm aus dem Sortiment genommen wird, kriege ich die Krise. Eine neue Frisur kann mich für alle Zeiten emotional schädigen. Und wenn ich morgens das Sandwich nicht bekomme, das ich jeden verdammten Morgen esse, dann ist der Tag für mich gelaufen.

Doch die elementaren Umstände meines Lebens können sich gerne so häufig wie möglich ändern. Jedes Erlebnis, das ich bisher hatte, ob gut oder schlecht, hat mich an den Punkt gebracht, an dem ich jetzt bin. Und da kann ich mich wirklich nicht beschweren. Selbst die Vorkommnisse, an denen ich wirklich, teilweise noch immer, zu beißen hatte und habe, hatten einen positiven Einfluss auf meinen Lebensweg. Trotzdem ist nicht alles immer eitel Sonnenschein. Im Gegenteil. In den letzten Monaten hat sich eine Unzufriedenheit eingeschlichen, die ich nur mit dem Mangel an Veränderung erklären kann. Noch nie habe ich so lange in einer Stadt gewohnt und den selben Job ausgeübt. Mich packt das Fernweh und die Lust nach neuen Herausforderungen. Irgendwas muss sich ändern und warum nicht das Thema des Januars zum Thema des ganzen Jahres machen? Ich habe beschlossen, dass jeder Monat in 2015 eine andere Variation der Transformation beinhalten soll. Mal sehen, wie das so funktioniert, aber eine Herausforderung wird es sicher. Ich habe so einige Dinge schleifen lassen, weil Alltagstrott ein mächtiger Gegner ist. Aber damit ist dieses Jahr Schluss. Veränderungen, wir brauchen Veränderungen.
Der Januar stand, wie sollte es auch anders sein, unter dem Motto "Wohnungstransformation". Mit diesem Post ist die nun auch endlich abgeschlossen (gut, ich muss noch eine Lampe anbringen, aber psst!). Für Februar habe ich schon einen aufregenden Plan im Kopf, aber den erfahrt ihr erst in ein paar Tagen. Man könnte fast sagen, das ist mein guter Vorsatz für 2015, obwohl ich doch eigentlich gar keinen fassen wollte! Mensch.


 

Noch immer ist das Thema meiner kleinen Küche "50er und 60er", aber ich habe einmal komplett umgeräumt und aufgestockt.
Monatelang habe ich nach einem Putzschrank gesucht, aber die Dinger sind ja teuer wie Zahnersatz. Also freundete ich mich am Ende mit einem faltbaren, lilafarbenen Campingschrank an, den ich blöderweise natürlich nicht fotografiert habe. Vielleicht wird er demnächst mal einen Gastauftritt haben. Wie dem auch sei: Überraschenderweise passt er richtig gut ins Gesamtbild, also bleibt er erstmal.

Auf dem zweiten Bild seht ihr unten rechts in der Ecke ein Stück meines selbstgebauten Katzenklos. Besser gesagt, der Katzenklo-Abdeckung. Denn Mindy ist da eigen und mag keine geschlossenen Toiletten. Viel zu wenig Platz und das stinkt immer so. Ein offenes Klo ist aber sehr unappetitlich, vor allem weil es in der Küche stehen muss (Platzmangel im Bad). So bin ich auf die grandiose Idee gekommen, aus Spanplatten eine einen Meter hohe Abdeckung zusammen zu schrauben. Die Platten kann man sich ganz leicht hier online zurechtschneiden lassen und dann werden sie nach Hause geliefert. Easy. Ich liebe die Technik von heute. Einfach in die Ecken ein paar Schrauben rein und fertig. Die zwei kurzen Seiten habe ich offen gelassen, damit Mindy leicht rein und raus kommt. Und dann habe ich alles noch schön weiß gestrichen, was eigentlich der Löwenanteil der Arbeit war. Jetzt dient die Abdeckung nicht nur der Katze, sondern auch mir als prima Ablagefläche in der Küche.

Da ich im umzigsten Stock wohne, habe ich es endlich aufgegeben, Wasserflaschen nach oben zu schleppen. Da mir Kranwasser aber nicht schmeckt, weil das Wasser auf dieser Rheinseite sehr verkalkt ist, mische ich es mit Holundersirup oder Limettenessenz oder ein bisschen Saft und fülle es Glasflaschen. Stehen auf meinem Küchentisch. Davor drei Gläser mit Kerzen. Ich bin dazu übergegangen, alle meine geliebten Apfelmus-Gläser zu sammeln und sie für alles in meiner Wohnung zu benutzen, für das man sie benutzen kann. Vorrangig für Kerzen. Sieht toll aus und ich produziere nicht so viel Glasmüll.

Über meiner gemütlichen Teeecke an der Wand hängt ein Poster von Marilyn Monroe, das ich sehr liebe, weil sie darauf so natürlich aussieht. Mein Ex hat mal gefragt, ob ich das in jung bin. Auch wenn er schmeicheln wollte... hat ganz klar funktioniert. Daneben seht ihr einen meiner kostbarsten Besitze, der auf meinem Küchenschrank einen Ehrenplatz erhalten hat: Zwei winzige Stücke von einem Kleid, das Marilyn Monroe einmal getragen hat. Mit Echtheitszertifikat. Klar kann jeder ein Zertifikat schreiben. Aber laut meiner Recherchen ist die Quelle "sauber". Deshalb glaube ich daran, dass es sich wirklich um authentische Memorabilien handelt. So. Was sind denn eure liebsten Einrichtungsgegenstände?

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