1/10/2014

Der große Umzug


Ja, ja, ich weiß, gerade ist es ein bisschen leise um mich und meinen Blog geworden. Warum? Ich ziehe zum 1. Februar in meine erste eigene Wohnung! Wer jetzt denkt: Die faule Socke hat es sich fast 30 Jahre lang in Hotel Mama bequem gemacht, der irrt aber. Bisher war ich großer Fan des mondänen WG-Lebens. Ich habe in den letzten sieben Jahren in sechs WGs gewohnt und mit insgesamt 17 verschiedenen Menschen Brot & Bett geteilt. Okay. Nur Brot. Jeder hatte sein eigenes Bett. Und jetzt, endlich, mein eigenes Reich, auf 30 Quadratmetern! Wat bin ich uffjeregt! 

Da  die Wohnung ein Traum ist, das Platzproblem aber wirklich eines, möchte ich heute mal an dieser Stelle über meine Erfahrungen berichten und Tipps geben, wie ihr Umzüge (vor allem in kleine Wohnungen) am besten meistert. Los geht's!







Mein baldiges Ex-Zimmer (entschuldigt die Unordnung, aber die Betonung liegt auf "baldig"). 18 Quadratmeter. Küche und Bad exklusive. Da steht auch noch Zeug drin. Aber wie ihr hier schon sehen könnt: Jeder Quadratmeter ist genutzt. Mein neues Zimmer (ebenfalls Bad und Küche exklusive, aber viiiiiiiiiiiel kleiner): 17 Quadratmeter. Ergo: Ein paar Sachen müssen weichen. Vor allem, weil mein neues Reich ganz anders geschnitten ist. 
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Tipps für den schmalen Lebensraum:
- keine großen Möbel: Wir ihr sehen könnt, besitze ich das Monster aller Schnörkelbetten. Und das schleppe ich jetzt schon seit 15 Jahren mit mir rum. Von Umzug zu Umzug. Vorteil: Lässt sich prima auseinander bauen. Nachteil: Es ist RIESIG!!! Holt euch ein ganz normales Holzbett, wenn ihr wenig Platz habt. Denn diese Schnörkel winden sich in alle Richtungen und nehmen Raum.

- intelligente Raumaufteilung: Regale mit zwei Seiten, Vorhänge, Kommoden - nutzt alles als Raumtrenner, was geht. So könnt ihr ein gemütliches Wohn- und Schlafzimmer in einem schaffen. Ich persönlich bin kein großer Fan von Hochbetten, aber die Nützlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Vor allem, wenn ihr hohe Decken habt. Hab' ich nicht. Aber jeder Jeck ist anders!

- weg mit dem Mist: Alles muss raus, das ihr nicht mehr benutzt! Kleidung, die seit zwei Jahren im Schrank liegt und "vielleicht irgendwann mal wieder modern ist und außerdem war sie teuer und überhaupt" - weg damit! Möbel, die "ja noch gut sind" - raus! Kleinzeug aus Jugendtagen, Hefte aus der Grundschule, Hinstell-Zeug aus den 90ern - hinfort! Ihr braucht das nicht. Wirklich nicht. Und ich garantiere euch: Ihr werdet euch viel besser fühlen, wenn der Kram erstmal weg ist. Und vor allem: Wenn ihr wirklich umzieht, erleichtert das die Schlepperei ungemein.

Was bleibt: Erbstücke und Erinnerungen an Menschen, die euch lieb und teuer sind oder waren. Tolle 60s oder 70s-Stücke, die zeitlos sind. Das erste Kuscheltier.

Was geht: Krams, der nur herumsteht, weil ihr es einfach nicht über's Herz bringt, ihn wegzuwerfen. Der Pulli von Mama zu Weihnachten, den sie euch in kurzzeitiger Geschmacksverirrung unter den Baum gelegt hat. Häkeldeckchen von Oma, die es nur gut meinte. Leichtbau-Möbel, die schon völlig verkratzt oder beschädigt sind.
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Tipps für den schmalen Geldbeutel:
- Kleiderkreisel: auf dieser Plattform könnt ihr nach Herzenslust tolle Kleidung an- und verkaufen. Schnapperl inklusive!

- Givebox: Hat eure Stadt auch so was? Ein Raum, der immer offen steht und in dem ihr euer nicht mehr gewolltes, aber noch gutes Zeug loswerden und euch dafür nach herzenslust an Neuem bedienen könnt? Toller gemeinnütziger Gedanke! Auch Bücherschränke funktionieren nach dem gleichen Prinzip.

- Flohmarkt: Darüber muss ich euch nun wirklich nichts sagen, oder? Ich zum Beispiel bin gerade dabei, mir auf sämtlichen Märkten ein tolles Strohblumen-Porzellanteeset in Indisch Blau zusammen zu kaufen. Im Internet: Unbezahlbar. Auf dem Flohmarkt bisher ausgegeben: 15 Euro für eine Kanne, ein Serviertablett, eine Tasse und eine Untertasse!

- Lastentaxi: Wer kein großes Auto (oder überhaupt keins, wie ich!) besitzt und wer sich einen Miet-Transporter nicht leisten kann, sollte sich nach Alternativen beim Umzug umsehen, die den Geldbeutel schonen. Ein Lastentaxi kommt zu der angegebenen Adresse, wird nach Kilometern bezahlt und gegen einen Aufpreis helfen die Fahrer sogar schleppen. Toll!

-Tausch- und Geschenkebörsen: Gerade in sozialen Netzwerken der Renner! Ich bin dort schon ein Telefon, Bilder und Möbel losgeworden. Und habe dafür einen pinken Drachen gewonnen, an den ich meine Ketten hängen kann. Win-Win würde ich sagen!

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