4/26/2013

Der Miranda

Liebe Freundinnen der Haarkultur: Heute möchte ich über ein Thema sprechen, das uns alle angeht - den Miranda. Was ist der Miranda, fragt ihr euch? Dazu muss ich erstmal ausholen, aber wartet ab, es lohnt sich!
Letztes Jahr im Sommer hatte ich noch lange Haare, wie man hier sehen kann:





Okay, das ist schon noch länger her, aber so muss man sich das ungefähr vorstellen. Ein bisschen kürzer vielleicht. Jedenfalls "lang" in meinem Buch.


Aber dann habe ich mich verliebt! Unsterblich. In den Pixie von Michelle Williams.


About.com


Genau so wollte ich das haben und nicht anders! Schon seit Jahren habe ich über eine Kurzhaarfrisur nachgedacht, habe es mich aber nicht getraut. Doch dann dachte ich: Hey, Haare wachsen nach. Und außerdem werde ich mich, wenn ich es jetzt nicht tue, auch noch in zehn Jahren fragen, was wäre wenn? Also bin ich zum Friseur meines Vertrauens und das kam dabei heraus:















Toll, oder? Aber dann wurde ich Michelle untreu. Denn ich sah Ginnifer...












Fanpop



Kurz, kürzer, Ginnifer Goodwin! Haarliebe auf den ersten Blick! Und weil ich kein Feigling bin, sah ich nach dem nächsten Friseurbesuch dann so aus:





DAS war allerdings kurz. Hat einige Zeit gebaucht, bis ich mich dran gewöhnt habe. Zwar schön, aber machen konnte man damit nun wirklich nichts mehr. Also ließ ich alles langsam zurückwachsen, bis der Michelle-Williams-Haarzustand wieder hergestellt war.
Und da sind wir jetzt. Aber da ist noch lange nicht Schluss. Denn so sehr ich diese Frisur auch liebe - ich möchte endlich mal wieder Zöpfe machen und meine Locken rauskneten und Haarspangen tragen und mir den Wind durch die lange Wolle wehen lassen... Kurz gesagt, ich will mal wieder richtig Mädchen sein! Und genau das ist der Punkt, an dem der Miranda ins Spiel kommt. 

Wer kennt sie nicht, die toughe Anwältin aus Sex and the City? Die sich innerhalb der Serie von einer sehr kurzen Haarpracht mit viel Durchhaltevermögen zu halblangem Haar vorgearbeitet hat. Hier der Vergleich:


TV Fanatic
(vorher // before)

She knows
(nachher // after)


Und wenn ihr euch das erste Foto genau anseht, dann entdeckt ihr ihn sofort (dramatischer Trommelwirbel!!!) - den Miranda! Das ist der kleine Haarbürzel im Nacken, der als erstes lang wird und sich langsam aber sicher in einen Vokuhila entwickelt, der euch noch im hohen Alter auf Erinnerungsfotos heimsuchen wird. Und sollte euch jetzt noch nicht die Gänsehaut überlaufen, muss ich euch spätestens an dieser Stelle beknien: Solltet ihr auch eure Haare wachsen lassen wollen - VERMEIDET DEN MIRANDA UM JEDEN PREIS!

Ja, ich weiß, dass jeder Zentimeter zählt. Und ja, natürlich sehen die Haare jedes Mal kürzer aus, wenn ihr den Bürzel schneiden lasst - aber dafür seht ihr nicht aus wie ein Depp! Ganz klare Sache. Da gibt es keine Wahl: Der Miranda ist böse. Böse. Böse. Die arme Cynthia Nixon konnte sich vermutlich vertraglich nicht wehren. Aber ihr, ihr seid dazu in der Lage! Wenn ich es schaffe, könnt ihr es auch. Hier der Beweis:






Sieht doch viel besser aus, oder? Es ist also möglich - übrigens lasse ich jetzt seit Weihnachten wachsen. Mühselig und langsam ernährt sich das Eichhörnchen. 

Celebs 101
Aber wenn ich es noch ein bisschen länger aushalte, winkt der Mariska. Und der ist doch wirklich viel erstrebenswerter als der Miranda, oder?



Ich halte euch über den Wachstumserfolg weiterhin auf dem Laufenden. Mal sehen, ob ich dann doch nicht wieder der Pixie-Lust verfalle... 

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